Durchsetzungsfähigkeit (Redux)


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Ich habe den letzten Vorfall mit meiner Schwägerin im Zusammenhang mit dem Thema Durchsetzungsfähigkeit zwei mal bei den Treffen der Anonymen Alkoholikern geteilt. Ich habe interessanter Weise von mehreren A.A.-Freunden die Rückmeldung erhalten, daß sie das auch kennen bzw. sich in dem von mir gesagten wieder erkannt haben. Auch Reiner hat das, wie er ja den Beitrag kommentierte.
Nach dem Ärger rief ich meinen Sponsor bei den Anonymen Alkoholikern an, um mich zu erden. Er sagte mir (sinngemäß), andere Menschen würden jetzt langsam merken, daß ich mich geändert habe und auch anders reagiere. Ich denke, mein Umfeld hat mich als eher wenig durchsetzungsfähigen, permissiven und passiv-aggressiven Kerl gekannt. Im Zuge meiner Genesung verändert sich auch mein Charakter, was ja auch der Sinn den 12-Schritte-Programms ist.

Ich sehe meine zunehmende Kompetenz in der Fähigkeit meine eigenen Grenzen gegenüber anderen abzustecken als eine wichtige Verbesserung an. Ich werde tatsächlich seelisch gesünder, als ich es zu der Zeit war, als ich noch nasser Alkoholiker war.

Bei dem letzten A.A.-Treffen am Montag sagte ein A.A.-Freund, er sähe die Treffen als Gottesdienst. Ich fand das gut, hatte ich doch hier etwas Ähnliches geschrieben, als ich die Anonymen Alkoholiker als Kirche (in einem erweiterten Sinn) begreife.

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3 Gedanken zu “Durchsetzungsfähigkeit (Redux)

  1. Wer trinkt, ist angreifbar.
    Was willst Du, bist besoffen, warst besoffen, wirst besoffen sein!

    Und schon sinkt der Kopf und andere bestimmen über mich. Auf der anderen Seite wächst das Ego im Suff in`s Unermessliche. Darum ist es für uns so wichtig, trocken endlich eine Macht, größer als wir selbst, anzuerkennen. Für manche Freunde sind das die Holztische im Meetingraum, andere, so wie auch ich, finden mit der Zeit zu ihrem Glauben (zurück).

    Das „wie“ ist nicht wichtig und in gewisser Weise austauschbar. Wichtig ist, das unser Ego auf ein gesundes, lebbares Maß gebracht wird. Dann brauche ich nicht kriechen oder mich in Allmachtphantasien über andere erheben.

    Lieben Gruß aus dem Tal der Wupper
    & gute 24 Stunden dir!

    Gefällt mir

    1. Hallo Reiner, ich teile Deine Meinung zu 100%. Trockenheit ist nur die Hälfte des Weges. Oder vielleicht nicht mal das, sondern eher nur die Basis. Ich bin froh, daß die Anonymen Alkoholiker auch die 12 Schitte als Genesungsprogramm haben. Und ohne die höhere Macht wäre ich nicht da, wo ich jetzt bin. Innerer Frieden bzw. Gelassenheit, ein gesünderes Ego. Nicht überheblich, nicht minderwertig. Ich bin gespannt, was mir auf meinem Weg noch begegnet! Ebenfalls G24H!

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  2. Pingback: Mein Trockengeburtstag bei den A.A. – Svens Bericht

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