Erwachsen werden


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(c) https://pixabay.com/de/users/Foundry-923783/

 

Wenn ich in mich schaue, habe ich das Gefühl, daß ich im letzten Jahr (also seit ich trocken bin) erwachsener geworden bin. Die 12 Schritte der Anonymen Alkoholiker und auch die Gemeinschaft helfen mir dabei. Ich übernehme viel mehr Verantwortung für meine Arbeit, mein Leben und aber auch für andere. Der 12. Schritt in seiner Kurzform heißt anderen zu helfen.
Ich habe mich entschieden, vom T-Shirt-Träger zum Oberhemdenträger zu wechseln. Vom Teenager zum Erwachsenen also. In meinem Alter ist das passender und ich merke, daß Kleider Leute machen (ist ja nichts Neues). Das ist auch schlicht in meinem Job besser. Ich werde ernster genommen und die Menschen werden automatisch eher eine gesunde Distanz zu jemandem haben, der wie ein korrekter Erwachsener aussieht.

Als ich gerade zu den Anonymen Alkoholikern kam, da sprach ich mit meinem Sponsor. Ich verwendete den Begriff „um die Häuser ziehen“. Mein Sponsor merke sinngemäß an „da denkt jemand wohl noch er wäre ein Siebzehnjähriger“. Die Party ist für mich vorbei, das habe ich so bewußt gewählt. Von den „guten, alten Zeiten“ lasse ich los um in ein neues Leben hinein zu wachsen.

Gerade eben habe ich einen Beitrag gelesen, in dem es um dieses Thema geht. Daß die Menschen, die zwischen dreißig und vierzig Jahren liegen, ihr Erwachsenwerden aufschieben. Der Rolle des Rebells bin ich entwachsen. Ich möchte leistungsfähig und verantwortungsbewußt sein. Sich dem Leben nicht zu stellen und statt dessen zum Alkohol zu greifen wäre da die Antithese.

Die Anonymen Alkoholiker begreife ich auch inzwischen als Lebensschule.

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2 Gedanken zu “Erwachsen werden

  1. Wenn Dir schicke Klamotten gut tun, dann geht das in Ordnung. Für meinen Teil laufe ich herum wie eh und jeh. Gerade habe ich eine Jeansweste gefunden, so wie die Dinger in den 80ern, 90ern. Die sind total aus der Mode gekommen, es gibt sie nur noch selten.

    Kleider machen Leute, sagt man. Das stimmt auf dem ersten Blick, vielleicht. Selbst mache ich mir gelegentlich einen Spaß, wenn ich in meiner Alltagskluft schön ausgehe, so erlebt gerade eben in einer Nobel-Pizzeria hier im Zentrum. Die Blicke stören mich nicht, sie alle kacken aus dem gleichen Arsch 😉 Und wenn ich manch hohles Geschwätz höre, bin ich ganz froh, so zu sein, wie ich bin 🙂

    Lieben Gruß & gute 24 Stunden!

    Gefällt 1 Person

  2. Pingback: Natron, Alkoholismus und Übersäuerung – Svens Bericht

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