Rasender Geist, ruhiger Geist


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Ramana Maharshi

Ich habe ja manchmal das Problem, daß ich einen rasenden Geist habe. Wie weit das normal ist oder mit meiner ADHS-Diagnose zu tun hat, ist mir nicht klar. Oder kann es auch mit meiner Alkoholkrankheit zu tun haben? Jedenfalls habe ich öfter die Situation, daß mein Geist von rasenden Gedanken geplagt ist. Mir gefällt das nicht, denn die Gedanken sind zwanghaft und unfreiwillig.Und ich weiß inneren Frieden über alles zu schätzen.
Ich kann es mir leider nicht aussuchen, ob ich einen rasenden Geist habe, oder nicht. Gut, ich bete und meditiere, gehe zu den Meetings der Anonymen Alkoholiker. Und seit einigen Tagen – das genaue Datum weiß ich nicht – habe ich diesen rasenden Geist nicht mehr. Für mich ist das Genesung.

Der Advaita-Meister Ramana Maharshi antwortete (frei übersetzt) auf die Frage, wie sich spiritueller Fortschritt messen lasse, wie folgt:

Der Grad zu dem man frei von ungewollten Gedanken ist.

Das bedeutet für mich einen ruhigen Geist, was ja gerade der Fall ist. Ich darf nicht vergessen, daß ich nicht weiß, was normal ist, da ich jahrelang einen vernebelten Geist hatte. Und außerdem nehme ich Venlafaxin. Das kann natürlich auch einen Effekt haben.

Mache ich gerade spirituellen Fortschritt oder mache ich mir was vor?

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2 Gedanken zu “Rasender Geist, ruhiger Geist

  1. Du bist gut, wie Du bist 🙂

    Die Teile in uns, die das Leben eher schwerer machen, können nicht heilen, wenn wir weiter trinken. Den unruhigen Geist kenne ich auch ein wenig. So fällt es mir manchmal immer noch schwer, die richtigen Prioritäten zu setzen, frei nach dem Motto:Das wichtigste zuerst. Auch Gedankenstürme sind mir vertraut, sie fallen mir erst auf, wenn ich mit dem Willen strebe, zur Ruhe zu kommen. Yoga und Meditation sind dafür ausgezeichnet.

    Heute braucht alles einen passenden Titel. ADHS ist ein solches Beispiel. Es ist der Versuch der „Mehrheit“, ein auffälliges Persönlichkeitsbild als „krank“ zu kennzeichnen. Wobei ich glaube, „krank“ im Sinne des Wortes ist es erst, wenn es uns das Leben zur Hölle macht. Ich kenne einen Menschen mit ADHS-Diagnose in einer Führungsposition. Es ist anstrengend, mit ihm zu arbeiten, ja 😉 Er macht seinen Job unkonventionell, aber gut!

    Wenn Du das erste Glas stehen lässt, kannst Du dein Leben meistern, auch mit dieser Diagnose und mit den Psychopharmaka, die momentan das kleinere Übel sind. Heilung braucht seine Zeit, und du spürst, das es dir besser geht.

    Unruhige Geister nehmen oft manche komplexe Zusammenhänge schneller wahr als die vermeintlich Gesunden 😉

    Grüße & gute 24 Stunden Dir!

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  2. Pingback: Mein Trockengeburtstag bei den A.A. – Svens Bericht

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